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Auf ein Wort.....

Suche Frieden und jage ihm nach!  —  Psalm 34, 15    

(Jahreslosung 2019)        

 

Wie sehnt sich die Menschheit nach Frieden. Da atmet man auf, wenn es heißt: „Der Friedensvertrag ist abgeschlossen, die Waffen schweigen.“ So war es, als nach dem dreißigjährigen Krieg 1648 der Friedensvertrag in Münster unterzeichnet war. Und als die Waffen am 8. Mai 1945 nach dem 2. Weltkrieg kapitulierend niedergelegt wurden, wie wurden die Menschen froh, als sie die Nachricht darüber erreichte. Aktuell kann man die Menschen mit ihrer Sehnsucht nach Frieden verstehen, wenn sie aus ihrer kriegsgeschundenen Heimat flüchten. – David, der den o. a. Psalm gedichtet hat, wusste, was Friedenssehnsucht bedeutete. Er floh vor den hasserfüllten Nachstellungen des Königs Saul und hatte nur einen Wunsch: Frieden!

 

Nun gibt es nicht nur Feindseligkeiten im großen Stil, jeder kennt sie auch in seinem persönlichen Umfeld. Manchmal können diese grausam ausarten. Vielleicht sind wir dabei sogar die Urheber der Friedelosigkeit. Gott mahnt die Menschen und natürlich auch uns durch die Jahreslosung 2019 den Frieden zu suchen. Wenn man etwas suchen soll, dann muss man es anscheinend verloren haben. Wir alle tragen die Neigung zum Unfrieden in uns, das sagt Gottes Wort in aller Deutlichkeit. Keiner kann sich davon freisprechen. Durch den Sündenfall ist die Feindseligkeit gegenüber Gott und unserem Nächsten in unser Leben eingekehrt. Seitdem trägt jeder Mensch die feindliche Gesinnung in sich, ob man das wahrhaben will oder nicht. Es ist einfach eine Tatsache. Gott möchte aber, dass wir dieser Feindschaft absagen und dem Frieden nachjagen, dass wir zu Friedensstiftern werden. In der Bergpredigt Jesu, in Matthäus 5, können wir das nachlesen. Nur, wie schaffen wir das? Aus eigener Kraft erreichen wir das nicht.

 

Daher kommt uns Gott entgegen. Mit Jesus schließt er für uns einen Friedensbund, der ewig gilt, denn Jesus ist unser Friede (Epheser 2, 14). Er befähigt uns zum Frieden mit Gott und unserem Nächsten. Durch den Glauben an Jesus Christus macht er aus uns eine neue Schöpfung. Das kann jeder für sich erleben. Jesus schenkt uns eine ganz neue Gesinnung. Wir werden mit Frieden gesegnet und können dann diesen Segen an andere weitergeben. Ein Aufatmen ginge durch die Welt, wenn alle Menschen das begreifen würden.

Statt Hass und Krieg, Liebe und Friede. Gott hat uns diese Botschaft zu Weihnachten durch Engelmund verkündigen lassen: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden!“ (Luk.2, 14).

 

Wie sich das auswirken kann, möchte ich mit einer Geschichte deutlich machen: Da hat sich ein Sohn durch schlechten Umgang zu einem verpfuschten Leben hinreißen lassen. Seine Eltern, betagte Christen, litten sehr darunter. Schließlich stand er ihnen feindselig gegenüber und verließ ohne Abschied das Haus. Nach Jahren, als er nicht mehr aus  noch ein wusste, entschied er sich, seinen Eltern einen Brief zu schreiben: „Wenn ich am nächsten Sonntag mit dem Zug an eurem Garten vorbeifahre und ihr ein weißes Bettlaken aufgehängt habt, dann will ich das als Zeichen ansehen, dass ich wieder zurückkehren darf.  Gespannt saß er an dem besagten Tag im Zug. Er brach in Tränen aus, als er am elterlichen Garten vorbeifuhr. Nicht nur ein Betttuch war zu sehen, sondern der ganze Garten war voll mit Betttüchern behängt. Keine Feindseligkeit schlug ihm entgegen sondern nur Liebe, Vergebung, Frieden und ein herzliches Willkommen.

 

Gott bietet uns das allen durch seinen Sohn Jesus Christus in seiner noch viel größerer Liebe an. Er will, dass allen Menschen geholfen wird; dass sie zum Frieden mit ihm kommen und ein befreites Leben von aller Schuld und Sünde erhalten. Im Gebet dürfen wir uns zu ihm aufmachen, ihm unsere Sehnsucht nach Frieden und Leben vortragen. Wir werden nicht enttäuscht werden, sondern zu glücklichen, friedfertigen Menschen werden. – Das heißt, den Frieden zu suchen und ihm nachzujagen.

 

J. Wesel