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Auf ein Wort.....

Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen. –  Psalm 38, 10

(Monatsspruch Oktober 2018)

 

„Ach, wenn ich doch noch einmal ganz von vorne anfangen könnte!“ So bricht es sehnsuchtsvoll aus einem jungen Mann nach einem evangelistischen Gefängnis-Gottesdienst im seelsorgerlichen Nachgespräch heraus. Vieles verloren: Freiheit, Beziehung zu seiner Verlobten, Arbeitsstelle. „Gibt es für mich noch eine neue Chance?“ Der Seelsorger erzählt ihm von Jesus Christus und macht ihm Mut zu einem Neuanfang. Sie beten und legen sein Leben und seine Sehnsucht in Gottes helfende Hand.

 

Der Beter des 38. Psalms, David, ist ebenfalls am Boden. Er findet keine innere Ruhe, friedelos schreit er seine Not heraus. Seine Beziehung zu Gott ist durch seine begangene Sünde gestört. Gibt es eine Wende? Er sehnt sich nach der Nähe und Hilfe Gottes und flieht seufzend im Gebet zu Gott, der ihm allein helfen kann, das weiß er. „Ich warte auf dich! Du, Herr, mein Gott, wirst mich erhören!“ Welch ein wunderbarer Glaube. Und er wird von Gott erhört.

 

Es gibt bei uns Menschen bis heute so viele ähnlich gelagerte Fälle. Man sehnt einen Neuanfang herbei. Verzweifelt wird nach allen möglichen Lösungen gesucht, damit man wieder innerlich Frieden und Ruhe finden kann. Innere Ruhe finden wir nur bei Gott. Er kennt unsere Sehnsucht. Unser ganzes Leben liegt vor ihm offen wie ein aufgeschlagenes Buch. Nach Psalm 139 kennt er alle unsere Gedanken, er weiß um alle unsere Worte und kennt alle Wege unseres Lebens. Nichts ist ihm verborgen. Gott wendet sich aber nicht von uns ab, sondern er wendet sich uns in Jesus Christus zu. Er will uns helfen. Dieser Gott ist einfach wunderbar.

Die menschliche Sehnsucht nach Zuwendung, das Seufzen nach echtem Leben deckt Gott mit seiner einzigartigen Liebe zu, die sich in Jesus Christus offenbart. All unser Versagen, unsere Sünde nimmt Jesus auf sich, er erleidet dafür den Tod am Kreuz, damit wir zur Ruhe und zum Frieden mit Gott kommen. Und nicht nur das. Durch seine siegreiche Auferstehung beschenkt er uns mit ewigem Leben. Ein unvergleichlicher Herr. Wer das im Glauben fassen kann und sich wie der Psalmdichter betend an Gott wendet, erlebt buchstäblich einen Neuanfang seines Lebens. Und wer das „schwarz auf weiß“ haben möchte, lese es in der Bibel nach. Die Evangeliumsberichte von Matthäus, Markus, Lukas und Johannes sind dazu ein überzeugender Beleg.

 

Von Gott geschenktes neues Leben wirkt sich auch auf alle Situationen und Beziehungen unseres menschlichen Lebens aus. Wir werden dazu befähigt, Neuanfänge in mancherlei Hinsicht zu wagen. Das schafft Frieden und ungeahnte Freude. Probieren wir es aus; wir werden uns wundern.

 

Ich möchte jedem dazu Mut machen.

 

J. Wesel