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Auf ein Wort.....

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt! — Hiob 19,25

 Monatsspruch November 2019        

 

Ein Bild soll uns helfen, diesen Text zu verstehen: <Nach dem Tod seiner Frau war sein Gemüt kaum zu erhellen. In sich gekehrt, wollte er sich immer mehr zurückziehen. Sein Glaube an Gott war sehr zerbrechlich geworden. Seine Kinder bemerkten es. Zu seinem Geburtstag verabredeten sie einen Konzertbesuch. Nach einigem Zögern stimmte er zu. Händels „Messias“ stand auf dem Programm. Viele aufklingende Arien und Chöre waren ihm ja bekannt, hatten aber  keine große Wirkung auf seine Gemütslage. Bis ihn das große, gewaltige „Halleluja“ aus all seiner Trübsal riss. Die anschließende Arie „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ wurde zu einem befreienden Erlebnis. Er war seinen Kindern für den Konzertbesuch unendlich dankbar.

– Zuhause angekommen nahm er die Bibel in die Hand und las das ganze Buch „Hiob“ ohne Unterbrechung durch. Wie klein wurde doch auf einmal sein trübsinniges Empfinden gegenüber der Lebens- und Leidenserfahrung des Hiob. Immer und immer wieder las er den Vers 25 im 19. Kapitel. Er wurde ihm zur Sonne, die alles überstrahlte. Jesus, von dem dort im Alten Testament die Rede war, trat tröstend in sein Leben ein. Er lernte wieder neu, Gott zu vertrauen.>

 

Viele Menschen geraten in ihrem Leben oft in ähnliche dunkle Lebenstäler und sehnen sich nach Befreiung und Erlösung daraus. Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist der Weg aus solch einer niederdrückenden Situation. Der Glaube an ihn und seine Allmacht ist ein Glaube mit begründeter Hoffnung. Das oben genannte Gotteswort wird dann zu einem persönlichen Glaubensbekenntnis – so wie es Hiob erlebt hat. Was beinhaltet denn solch ein Glaube eigentlich?

 

Lassen wir einfach mal jedes Wort zu uns sprechen:

„Ich“ – das redet von einer persönlichen Erfahrung, nicht vom Glauben, den andere haben oder einer allgemeinen Überlieferung. Man spricht von sich.

„weiß“ – das ist feste Glaubensgewissheit, kein erlerntes oder schulisches Wissen, sondern ein Wissen, das Gottes Geist, der Heilige Geist, in uns wirkt, eine gewisse Zuversicht, die auch Heilsgewissheit genannt wird.

„mein“ – dieses besitzanzeigende Fürwort macht deutlich, Jesus gehört zu mir und ich gehöre zu ihm, es besteht ein „Du“- und Liebesverhältnis, Jesus ist mein Gott und Herr, er ist untrennbar an meiner Seite.

„Erlöser“ – das macht deutlich, Jesus hat mich aus all den Nöten, Schulden und Sünden meines Lebens herausgelöst, wunderbar befreit. Er hat mich mit seinem Tod am Kreuz und seinem siegreichen Auferstehen gerettet und von aller Gottesentfremdung losgemacht. Das ist Versöhnung und Vergebung pur. Diesem Befreier Jesus gehört fortan mein Leben.

„lebt“ – ich habe es mit keinem toten Gott zu tun, sondern mit dem einzig wahren lebendigen Gott, dem alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben ist. Und dieser von den Toten auferstandene Jesus hat unwiderruflich festgelegt: „Ich lebe und ihr sollt auch leben“ (Joh. 14, 19) und zwar in Ewigkeit. Ist das nicht wunderbar. Das ist göttliche Lebensversicherung vom Allerfeinsten.

 

Wer das Gesagte bekennen kann, spürt, das ist Gnade Gottes. Der ist Gott für solch eine Lebensveränderung und Lebenshoffnung dankbar. Raus aus dem Tal der Trübsinnigkeit hinein in Gottes befreiende Gegenwart. Wer möchte das nicht erleben? Das gilt es weiterzuempfehlen und weiterzusagen, damit auch andere diesen großartigen Gott erleben. Wer es selber erfahren hat, wird zu einem glaubwürdigen Zeugen der Liebe Gottes. In einem Lied heißt es „Gott loben, das ist unser Amt“ (EG 288,5).

 

In Hiob 35, 10 berichtet uns Gottes Wort: „Gott schenkt uns Lobgesänge in der Nacht!“ Ich möchte allen Mut machen, den lebendigen Gott persönlich zu erfahren. Wenn es nun  in die Jahreszeit geht, die uns an die Ewigkeit erinnert, die anschließend in die uns so beliebte und wohltuende Weihnachtszeit einmündet, dann dürfen wir neu und getrost bekennen: „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!

 

 

J. Wesel