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Auf ein Wort.....

 

Gott spricht: Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.  –  Hesekiel 37, 27                  (Monatsspruch November)        

 

Das kann doch wohl nicht wahr sein, Gott will unter uns wohnen?! Wo bringen wir ihn nur unter. Welcher Wohnort ist dafür angemessen? So könnte unsere Reaktion sein. Bald ist wieder Weihnachten. Da feiern wir das Kommen Jesu in diese Welt. Krippen werden vom Dachboden geholt, es wird gebacken und die Wohnungen werden festlich geschmückt, um alle Jahre wieder dem hohen Gast einen angemessenen Platz einzuräumen. Ist das alles? Will Gott so unter uns wohnen?

 

Denken wir zurück. Jesu Kommen wurde prophetisch angekündigt. Als es dann soweit war, hatte man gar keinen Platz für ihn. In einer Futterkrippe brachte man ihn notdürftig unter. Und später? Jesus sagte dazu: „Die Füchse haben Gruben und die Vögel haben Nester, aber der Gottessohn hat nicht, wo er sein Haupt hinlegen soll. (Mt.8,20). Das widerfuhr ihm, obwohl ihm die ganze Welt gehört, weil er sie erschaffen hat. Und noch später wurde ihm sein Wohnrecht massiv verweigert: „Hinweg mit ihm!“ (Luk. 23,18) Man stieß ihn von der Erde aus. Man kreuzigte ihn zwischen Himmel und Erde. Ist Gott mit seinem Vorhaben, unter uns wohnen zu wollen gescheitert?

 

Nein, ein Glück und Segen, dass Jesus dennoch in diese Welt gekommen ist, obwohl er wusste, dass man ihn so behandeln würde. Wir alle haben mit unserer Sünde zu diesem grausamen Geschehen beigetragen. Und wie hat Jesus als der Sohn Gottes darauf reagiert? Jesus betete am Kreuz: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ (Luk. 23, 34) Seine grenzenlose Liebe hat ihn dazu bewogen, unter uns zu wohnen und unser Gott und Erlöser zu sein. Ohne ihn haben wir keine Chance, mit unserem Leben vor dem lebendigen Gott zu bestehen. Durch seinen Tod am Kreuz und sein siegreiches Auferstehen zu Ostern beteiligt er uns an seinem ewigen Leben mit. Einfach großartig! Wie gelange ich zu solch einer unverdienten göttlichen Behandlung?

Die Bibel sagt: „Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er die Macht, Gottes Kinder zu werden, die an seinen Namen glauben.“ (Joh.1, 11+12) Das zeugt von Gottes Liebe zu uns Menschen. Wir dürfen zu seinem Volk gehören, das aus Gnade mit ewigem Leben beschenkt ist. Jesus bestätigt uns das sogar schriftlich durch sein Wort: „Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen. (Joh. 5, 34). Wer das tut, kann mit großer Freude Weihnachten feiern, weil Jesus in seinem Leben und Herzen wohnt.

 

Wir dürfen das mit den Worten des Liederdichters Gerhard Tersteegen betend Gott vortragen:

 

Herr, komm in mir wohnen, lass mein Geist auf Erden

dir ein Heiligtum noch werden; komm du nahes Wesen,

dich in mir verkläre, dass ich dich stets lieb und ehre.

Wo ich geh, sitz und steh, lass mich dich erblicken

und vor dir mich bücken.                                 EG 165, 8

 

Eine besinnliche Wartezeit des Novembers geprägt vom Ewigkeitssonntag und den Adventstagen, sowie eine friede- und freudenvolle Weihnachtszeit wünscht

 

J.Wesel